Blog Interessantes aus
der Welt der Innovation

Effizienz versus Kreativität

In jeder Firma besteht das Dilemma im Innovations-Management: Die Organisation erfordert ein effizientes Tagesgeschäft mit stabilen Routinen, die in der Regel durch standardisierte und kontrollierte Abläufe sicher gestellt werden. Effizienz erfordert klar definierte Prozesse und ein hohes Maß an Kontrolle. Prozesse werden immer weiter entwickelt und bis zum Letzten optimiert, bis es für Wettbewerber immer schwieriger wird mitzuhalten. Die Optimierungen nehmen immer mehr Handlungsräume und bringt das Unternehmen in ein Dilemma: Die Entwicklung neuer Produkte und Services wird schwieriger. Kreativität benötigt Freiräume, die in der Regel durch eine unabhängige, flexible und lockere Umgebung geschaffen werden.

Der Bankensektor beispielsweise hat die effiziente Bearbeitung von Millionen von Transaktionen perfektioniert. Ebenso Supermärkte, die sich darauf spezialisiert haben eine unglaubliche Vielfalt an Waren den Kunden zu bieten und dafür unzählige LKWs von den Distributionszentren bis zu Ihren Filialen fahren. Lange war der Fokus auf Effizienz und keine Zeit für Kreativität. Dieses Versäumnis merken die beiden Branchen aktuell. Bis vor kurzem unbekannte Wettbewerber wie ApplePay oder Allyouneed.com sind auf dem Markt aufgetaucht, die mit kreativen Angeboten sich die Märkte zunehmend streitig machen.

Um solche Situationen zu vermeiden wird diesem Dilemma die Trennung von Produktion und R&D entgegengesetzt: So wird ein Gleichgewicht geschaffen zwischen dem effizienten Bedienen bestehender Märkte und dem innovativen Bedienen zukünftiger Märkte. Damit kommen aus dem operativen Geschäft inkrementelle Innovationen, die zur stetigen Optimierung beitragen. Aus dem R&D dahingegen kommen Innovationen, die radikaler sind und eher das bestehende hinterfragen bzw. neue Potentiale aufgreifen.

Darin besteht für eine Organisation die Kunst: Beides zu bewerkstelligen. Zunehmend schaffen Unternehmen diesen Spagat, müssen sich aber immer wieder zwingen das beizubehalten. Um das Dilemma zu adressieren, sollten Unternehmen die kreative Seite weiterhin stärker vom operativen Geschäft trennen.

Systematische Innovation

Kundenbefragung oder außerhalb der Box zu denken sind beliebte Ansätze, um die Kreativität für neue Angebote in Schwung zu bringen.

Die Kundenbefragung stellt sicher, dass die Käuferschaft und deren Bedürfnisse zufrieden gestellt werden und nichts Wichtiges übersehen wird. Die Recherche und Analyse dazu ist meist mit einem hohen Aufwand verbunden, der zwar dem Unternehmen Sicherheit gibt, aber meist keine überraschenden Neuigkeiten aufweist. Denn ein befragter Kunde kann nur einen Wunsch äußern, der auch kennt. Neue Kundenwünsche werden so nicht angesprochen, so dass die abgeleiteten Produkte dazu neigen können, der Zeit hinterher zu hinken und selten Trendsetter werden.

Beim Denken außerhalb der Box bzw. out of the box thinking hingegen erhoffen sich die Teilnehmer verrückte Ideen. Nicht selten werden so tatsächlich verrückte Ideen und Ansätze gesponnen, deren Realisierung hingegen oft eine wesentliche wenn nicht unmögliche Herausforderung darstellt.

Moderne Innovationansätze halten sich auch deshalb besonders in der frühen Phase bewusst an das Gegenteil: Mit systematischer Innovation werden zu Beginn bewusst keine Kunden gefragt und es wird nach Ideen ausschließlich „innerhalb der Box“ gesucht. Denn besonders kreative und damit innovative Ideen verbergen sich häufig direkt vor unserer Nase, also innerhalb der Box unseres Umfeldes. Nur unsere tägliche Routine macht es uns unmöglich diese Ideen zu greifen. Wird diese Routine durch unerwarteten Ereignisse gestört, führt das nicht selten zu überraschenden neue Möglichkeiten. Eine Vielzahl von sehr erfolgreichen Innovationen veranschaulicht das deutlich: Die Herstellung von Autoreifen, Penicillin, Post-it und Viagra sind nur ein paar Beispiele für Erfindungen, die durch unerwartete Ereignisse entdeckt wurden und anschließend Märkte revolutionierten.

Systematische Innovation greift diese Tatsache gezielt auf. Bestandteile von bekannten Ausgangssituationen wie Geschäftsmodellen, Dienstleistungen, Produkten oder Prozessen werden systematisch gestört, um so durch unerwartete Konstellationen einen Perspektivenwechsel zu erreichen. Die neuen gewonnenen Perspektiven erlaube es zuvor versteckte Vorteile bzw. überraschende Kundennutzen zu erkennen. Eine anschließende Realisierung kann relativ einfach sein, da die bekannte Ausgangsituation nur angepasst werden muss.

Mit systematischer Innovation werden so sehr radikale aber zugleich realistische Ideen von einer bekannten Ausganssituation abgeleitet. Eine anschließende Kundenbefragung ggf. mit Fokus auf sogenannte Early-Adopter gibt dem Unternehmen die notwendige Entscheidungsgrundlage, um abschließend das richtige Innovationsziel zu verfolgen.

Ist Innovation messbar?

Nur etwa ein Drittel der großen und mittelständischen Unternehmen haben formelle Messwerte für Innovation.

Beim Vergleich der Innovations-Messwerte aus unterschiedlichen Unternehmen werden Sie feststellen, dass es unterschiedlichste Größen und Kriterien gibt. Vorreiter wie Google spendierte bis vor kurzem den Mitarbeitern 20% Ihrer Arbeitszeit, um eigene Ideen zu verfolgen. Andere Unternehmen messen ihre Innovationskraft in Prozent am erreichten Umsatz. Für BASF waren das 2012 über 10 Prozent. Rund 8,5 Mrd. € haben sie mit neuen Produkten erwirtschaftet, die weniger als 5 Jahre alt sind. Die Innovationskraft von 3M dahingegen erreicht stolze 35 Prozent des Umsatzes mit neuen Produkten.

Messinstrument

Messwerte heute

Klassische Messwerte wie sie zum Teil auch von Banken für das Rating von Unternehmen genutzt werden beziehen sich auf

  • die Anzahl laufender Projekte für neue Produkte
  • das jährliche F&E Budget als Prozentsatz vom Umsatz
  • das Verhältnis des Umsatzes aus neuen Produkten im Vergleich zu etablierten Produkten
  • die Anzahl der eingereichten Patente
  • das Verhältnis der Mitarbeiter im F&E Bereich im Vergleich zur Anzahl der Mitarbeiter aus dem Vertrieb
  • usw.

Wichtig ist, dass sich die Messwerte eignen, um herauszufinden wie viel Aufwand in die Entwicklung von Innovationen hineingeflossen ist, und wie viel diese Bemühungen dem Unternehmen gebracht haben. Also die Etablierung von Input- und Output- Messwerten.

Erkenntnisse  aus Messwerten

Dabei bieten die Messwerte dem Unternehmen die große Chance zu lernen und sich selbst weiter zu entwickeln. Es können Rückschlusse gemacht werden wie hoch zum Beispiel der Return on Investment ist und ob sich die Bemühungen gelohnt haben. Eine oft erschreckende Erkenntnis, da nicht selten 50% des Budgets in Projekte laufen, die nie zu Ende geführt werden. Das wiederum lässt Erkenntnisse zu wie geeignet die interne Organisation und die Führungsstruktur des Unternehmens ist um Produktinnovationen zu ermöglichen.

Wichtig ist also, die Messwerte nicht nur zu etablieren, sondern sie mittel- und langfristig zu planen, sie über den Zeitraum zu verfolgen um aus Ihren Ergebnissen zu lernen und diese Erkenntnisse entsprechend zu übernehmen.

Ermittlung geeigneter Messwerte

Sie haben bestimmt auch schon die unangenehme Erfahrung gemacht,  wie eine Vielzahl unterschiedlicher Messwerte schnell und unnötig die Komplexität im Unternehmen erhöht. Um das zu vermeiden bietet es sich oft an, vorhandene Messwerte aus dem Unternehmen zu nutzen. Das reduziert nicht nur die Komplexität, sondern vermeidet auch zusätzliche Arbeit. Zudem schaffen bekannte Werte beim Management Vertrauen und können die Notwendigkeit von Maßnahmen unterstreichen. Um  für Ihr Unternehmen geeignete Innovations-Messwerte einzuführen und zu etablieren bieten sich also folgende Schritte an:

  • Verstehen der strategischen Ziele des Unternehmens
  • Verstehen der Wachstumsziele des Unternehmens
  • Definition der Innovations-Ressourcen
  • Erarbeitung der unterstützenden Organisation zur Produkt-, Service und Geschäftsmodellinnovation
  • Vorleben und fordern einer Innovationsfreundlichen Unternehmenskultur
  • Entwicklung von Innovations-Messwerten zum Unterstützen der strategischen Ausrichtung
  • Lernen und Anpassen der Strategie und der Messwerte auf regelmäßiger Basis

Beachten Sie dabei immer alle notwendigen Beteiligten / Stakeholder in den Prozess zu integrieren. Nur wenn Sie diese für Ihr Vorhaben motivieren und ins Boot holen können, haben Sie bei der Umsetzung und Einführung der Messwerte auch Erfolg. In letzter Konsequenz müssen Sie alle Beteiligten, also auch jeden Mitarbeiter zumindest regelmäßig informieren um die Messwerte langfristig im Unternehmen zu verankern.

Erfindungsmeldung!!!

Darauf sind wir stolz:
Gleich zwei Erfindungsmeldungen sind das Resultat aus einem Innovationsprojekt bei und mit BMW. Die Erfindungsmeldungen sind die Grundlage für eine Patentanmeldung auf der wir bzw. der Lion Innovation Gründer Andreas Reiser namentlich genannt wird.

Mit Mücken gegen Mücken

Besonders erfolgreiche Problemlösungen haben eines gemeinsam: Das Problem selbst wurde durch eine qualitative Veränderung zur Lösung. Besonders gut zeigt das eine innovative Möglichkeit zur Bekämpfung des Zika-Viruses bzw. zur Bekämpfung des Krankheitsübertragers: Der Überträger ist die Tiger-Mücke, die mit mit eigenen unfruchtbaren Artgenossen bekämpft werden soll.

Bereits in der Vergangenheit wurden männliche oder weibliche Tsetsefliegen im großen Stil gezüchtet, um sie durch radioaktive Strahlung zu sterilisieren. Die unfruchtbaren Insekten wurden dann freigelassen damit sie sich mit freilebenden Fliegen paaren, aber keine Nachkommen bekommen. Innerhalb von nur ein einhalb Jahren konnte die krankheitbringende Population so z.B. auf Sansibar ausgerottet werden. Das gleich Schicksal ist der Schraubenwurmfliege in Mittelamerika wiederfahren, die dort ebenfalls weitestgehend ausgerottet werden konnte.
Das Prinzip kann nun höchst wahrscheinlich über eine gezielte genetische Veränderung auf die für das Zikus-Virus verantwortliche Tiger-Mücke übertragen werden. Weitere Informationen dazu finden Sie im aktuellen Artikel der Technology-Review.

Das ist unbestritten eine hoffnungsvolle Perspektive für die Menschen der betroffenen Regionen. Interessant ist daran aber auch das innovative Muster um ein scheinbar unlösbares Problem zu lösen: Das Problem der Krankheitsübertragenden Mücke kann durch eine qualitative Veränderung Sterilisation zur Lösung bzw. Vernichtung der Mücke genutzt werden.
Diese Prinzip können wir gezielt anwenden, um Lösungen für komplexe Probleme zu finden.

Servitization

Viele produzierende Unternehmen schlagen einen neuen Weg ein: Den der Servitization. Die Motivation zur Servitization ist naheliegend. Es geht darum auf den Kunden mit einem umfassenden Servicepaket besser einzugehen, Lösungen anzubieten um sich vom Wettbewerb zu differenzieren und zusätzlichen Umsatz zu generieren.

Auf den Kunden wird nicht mehr einfach nur ein Produkt verkauft. Es wird eine Beziehung aufgebaut um eine adequate Lösung zu seinem Bedürfnis zu schaffen. Der geschaffene Wert ist damit weniger das greifbare Produkt, sondern der unfassbare Service.
Servitization

Das Potential der Berufseinsteiger

Eine Studie der Altana hat interessante Zusammenhänge aufgedeckt:
Auf einer Skale von 1 bis 10 wird der wirtschaftliche Erfolg eines Unternehmens von der Innovationsstärke geprägt. So die Einschätzung Manager deutscher Industrieunternehmen.

Dem gegenüber stehen ein Drittel junger Berufseinsteiger, die sich mehr Freiraum wünschen, wenn es darum geht neue Konzepte und Ideen umzusetzen. Dieser Wunsch der jungen Kreativen ist nachzuvollziehen, denn so unterstützen nur 5 Prozent der oben genannten Entscheider das Bestreben der jungen Kollegen.

Diese widersprüchlichen Zahlen zeigen deutlich was eine Ursache sein kann, dass Deutschland dem ausländischen Wettbewerb hinterherhinkt: Auch wenn der Wunsch zur Innovation vorhanden ist, so fehlt doch der Mut diese anzupacken sowie das Vertrauen in junge frische Ideen.

Neben dem Wunsch nach mehr Freiraum nennen Berufseinsteiger ein gutes Arbeitsklima den zweitwichtigsten Faktor für Innovation. Einen Aspekt den jeder gut nachvollziehen kann: Denn in einem angenehmen Umfeld ist die Kommunikation offener und der Umgang mit eventuellen Fehlschritten konstruktiver.

Aufwachen und loslegen!

Zu einem etwas ernüchternden Ergebnis kam eine Studie der KfW im Februar: Mittelständische Unternehmen würde zu wenig in Innovationen und Zukunftsprojekt investieren. Drei Ursachen werden dabei genannt, die wir nur bestätigen können:

  • Mangelnde Finanzierungsmöglichkeiten
  • Bürokratische Barrieren
  • Fehlendes qualifiziertes Personal

 

Die Studie zeigt zudem Perspektiven auf, diesem Thema unternehmerisch und politisch entgegenzutreten.

 

Agile Produktentwicklung

Flexible Produktentwicklung ist die Fähigkeit über den gesamten Produktentwicklungsprozess hinweg offen zu sein für Änderungen.

Diese Änderungen sind wichtig und greifen neue Erkenntnisse und technologische Möglichkeiten auf, um dem Kunden am Ende ein bestmögliches Produkt zur Verfügung zu stellen. Auch kann die Wettbewerbssituation Änderungen in der Produktentwicklung mit sich bringen. Entweder um den eigenen Wettbewerbsvorteil länger aufrecht zu halten, oder um schutzrechtliche Hindernisse zu überwinden.

Je innovativer ein Produkt ist, umso mehr Änderungen muss das Entwicklungsteam realisieren. Tendenziell sind dabei Änderungen zum Ende des Entwicklungsprozesses hin schwieriger umzusetzen, als zu Beginn des Prozesses.

Besonders gut kann das an der Software-Entwicklung nachvollzogen werden. Insbesondere im online Bereich ist es mittlerweile üblich, mit einer sogenannten beta-Version auf den Markt zu gehen. Diese beta-Version ist ein lediglich ein Entwicklungsstand des Produktes und hat noch gar nicht den Anspruch das abgeschlossene Produkt oder Service darzustellen. Es ist eine einsatzfähige Test-Version des Endproduktes, bei dem gezielt auf die Rückmeldungen der Anwender reagiert wird. Durch das hohe Maß an Flexibilität können so Änderungen bis zur letzten Minute übernommen werden und ein optimales Produkt entwickelt werden.

Die innovativsten Firmen

Hier ein interessanter Link zu den innovativsten Firmen nach einer BCG Studie.

Viel Spaß beim Lesen!

Smart Grid

Das intelligente Stromnetz

Smart Grid steht für das intelligentes Stromnetz der Zukunft. Es schließt alle Komponenten die im Zusammenhang mit Strom stehen nicht nur zusammen, sondern tauscht zudem auch noch aktiv Informationen aus.

Während heute der Strom klassischerweise von einem zentralen Kraftwerk zu einer Vielzahl von Endverbrauchern läuft, wird das System der Zukunft dezentral sein: Kleine Einheiten versorgen so die umliegenden Verbraucher mit Strom. Das hat klare Vorteile, da in dezentralen Systemen geringere Höchstbelastungen auftreten und damit in der Regel kein weiterer Netzausbau notwendig sein wird, wie er aktuell durch die Bundesnetzagentur geplant ist. Dennoch erhöht sich die Komplexität des Systems da die Lastenregelung und Netzstabilität von kleinen Systemen tendenziell anfälliger ist.

Dieser Trend zu kleineren und dezentralen Kraftwerken kommt erst so richtig durch smart grid zum Tragen: Erst das intelligente Stromnetz ermöglicht es dem vernetzten System Verbrauchsdaten oder auch Witterungsbedingungen zu kommunizieren und so auf wechselnde Bedarfslasten aktiv zu reagieren. Eine Voraussetzung dafür ist die Fähigkeit den Energiebedarf zeitgenau und punktuell zu messen und die Ergebnisse umgehend weiterzuleiten. Hier spricht man von smart sensoring bzw. smart metering, also dem ablesen und wahrnehmen von Strombedarf am Ort des Verbrauchers. In dem Zusammenhang wird der Konsument zum Prosument. Er verbraucht nicht nur eine Ressource, sondern produziert durch die Kommunikation wertvolle Informationen. Denn erst die Kommunikation von Verbraucher, Speicher und Erzeuger erlaubt es z.B. mit der Waschmaschine automatisch günstige Stromtarife zu nutzen. Erste Anwendungen dazu ist beispielsweise die StromAmpel® von EnBW: Sie zeigt an sobald der Strompreis einen Tiefstand erreicht hat und erlaubt so den individuellen Stromverbrauch zu steuern. Das spart bares Geld und hilft der Umwelt. Wie so ein autarkes und intelligent vernetztes System in der Realität aussehen kann, macht ein Projekt in Norderstedt vor: Die Kilowattkommune ist quasi unabhängig von äußeren Anschlüssen und muss nur im Winter auf ein nahe gelegenes Blockheizkraftwerk zurückgreifen. Das besondere an dem Projekt ist die Energiespeicherung: Der selbst erzeugte Strom wird dort bereits in Akkumulatoren von Elektrofahrzeugen gespeichert. Die Idee ist per se nicht neu, aber hier erstmalig und in einer entsprechenden Größenordnung angewendet.

Eine Herausforderung von Smart Grid wird noch die Standardisierung der heute noch unterschiedlichen Technologien zum Austausch der Daten sein. Eine mögliche Lösung dafür kann die Hardware unabhängige und dynamische Software Plattform OSGi sein. Die fehlende Standardisierung hält erste Hersteller jedoch noch nicht davon ab, die ersten Produkte erfolgreich anzubieten: Vom Lichtschalter bis hin zum Feuchtigkeitsmesser für Pflanzen sind schon heute diverse smart grid Spielereien zu erhalten. Wir dürfen gespannt sein, was noch kommt!

 

Patente – Innovationsbremse oder -Beschleunigung?

Der Umgang mit Patenten

In den Patentämtern werden Millionen von Patenten verwaltet. Diese sind für die Öffentlichkeit frei zugänglich. Für die Suche nach Problemlösungen ist die Datenbank der Patente damit eine unerschöpfliche Inspirationsquelle. Besonders Unternehmen greifen gerne auf diese Quelle zurück, denn sie bietet eine attraktive Möglichkeit ihre Wettbewerber systematisch zu analysieren: Dort erhalten Sie Aufschluss, in welchen Bereichen und Technologien hohe Aktivitäten stattfinden und ermöglichen damit eine Interpretation zur Innovationsstrategie. Aus diesen Erkenntnissen werden nicht selten die eigenen Vorhaben neu interpretiert.

Verhindern oder ermöglichen Patente Innovationen?

Dazu gibt es verschiedene Ansichten. Die eine Sicht bestätigt Professor Wiliam A. Haseltine, der sich zu einem frühen Zeitpunkt für die AIDS-Forschung einsetzte. Die Forschung am HI-Virus hatte erst durch Patente aufeinander aufbauen können und somit die wissenschaftlichen Erkenntnisse beschleunigt.
Differenzierter geht Kirby Ferguson in einem TED-Talk auf das Thema Patente ein und wirft die Frage auf, wann ein Erfinder geschützt und wann Innovation durch Patente ausgebremst wird. Ein Beispiel zum gegenseitigen Ausbremsen war der jüngste Patentstreit zwischen Samsung und Apple. Ein anderes Beispiel war und ist die MP3-Technologie. Ursprünglich wurde die Technologie vom Fraunhofer Institut und zwei weiteren Unternehmen entwickelt. Von Anfang an gab es von allen drei Parteien die Vereinbarung, die Technologie als Lizenz zur Verfügung zu stellen. Zu einem späteren Zeitpunkt erwarb Alcatel jedoch eines der bei der Entwicklung beteiligten Unternehmen und damit die Rechte an der MP3-Technologie. Unmittelbar darauf wurde unter anderem Microsoft von Alcatel auf Schadensersatz  wegen der Nutzung der Technologie verklagt.
Die aktuelle Rolle der Patente untersuchte die europäische Handelskommission zuletzt 2006. Sie wollte herausfinden, ob sich die Balance zwischen Förderung von Innovation und dem Schutz geistigen Eigentums nun zu sehr Richtung Kommerzialisierung bzw. Schutz der Patente verschoben habe. Bei der Untersuchung wurde der Verdacht bestätigt: Patente gerade aus dem digitalen Bereich oder der Elektromobilität wurden in einer unnötigen Komplexität und Vielzahl angelegt. Damit wird die Markteinführung neuer Produkte tendenziell erschwert und das Risiko in R&D Aktivitäten erhöht. Die Kommission kam zu dem Schluss, dass Patente Innovationen zurückhalten können durch:

– Abhalten von aufbauenden Innovationen durch den fehlenden Zugang zu benötigten Technologien
– Erhöhen von Eintrittsbarrieren
– Die benötigten Kosten um Patentverletzung zu vermeiden
– Das Ausstellen von fragwürdigen Patenten.

Bemerkenswert ist der neuartige Impuls, den Elon Musk, Gründer des Elektroautos Tesla getätigt hat. Er hat die Patente seines Unternehmens offengelegt und bietet an, diese frei zu nutzen.

Neue Fähigkeiten

Veränderte Rahmenbedingungen

Manager müssen sich neue Fähigkeiten aneignen, um Innovationen zu realisieren. Viele der traditionellen Managementansätze müssen verändert und neue Fähigkeiten verinnerlicht werden. Zunehmend sind Manager und ihre Teammitglieder nicht mehr im selben Büro bzw. im selben Land. Die Zeiten in denen Vorgesetzte die Stunden der Arbeit von ihren Mitarbeitern überprüft haben, gehören der Vergangenheit an. Heute werden häufig verflochtene Managementstrukturen aufgebaut, da Organisationen zunehmend komplexere Produkte und Services über Landes- und Unternehmensgrenzen hinweg entwickeln. Reines Führen mit Autorität hilft hier nicht weiter. Denn es müssen Mitarbeiter koordiniert werden, die nicht direkt zugeordnet sind und für die keine direkte Weisungsbefugnis besteht. Heute kommt es auf die Fähigkeit an, ein vielseitiges Team indirekt zu führen und nicht ein einzelnes Individuum. Ein wesentlicher Bestandteil Projekte abwickeln zu können, sind heute Netzwerke und Beziehungen. In den heute so komplexen und virtuellen Organisationen benötigen Manager Informationen und Unterstützung von einer großen Bandbreite einzelner fähiger Mitarbeiter.

Auf welche Fähigkeiten es heute ankommt

  • Virtuelles Management
  • Managen ohne Autorität
  • Aufbauen von Netzwerken
  • Teilen von Führung

TEDxTUM-Sponsor

Lion Innovation ist stolzer Mitsponsor der TEDxTUM! Wir freuen uns auf eine spannende Veranstaltung mit tollen Speakern.

Messwerte zur Innovations-Fähigkeit

In einem aktuellen Projekt haben wir wieder gesehen, wie wichtig es ist, die Innovations-Fähigkeit eines Unternehmens zu messen. Prinzipiell beziehen sich die Messwerte zur Innovations-Fähigkeit auf drei Kategorien: Mitarbeiter, Prozess und Ergebnis. Unten finden Sie durchschnittliche Messwerte, die Ihnen als Vergleichswert dienen können. Die aufgeführten Punkte sind nur ein Teil der möglichen Messwerte. Für jedes Unternehmen ist es entscheidend, für sich die richtigen Messwerte zu identifizieren.

Mitarbeiter:

Die Anzahl der Verbesserungsvorschläge auf 100 Mitarbeiter pro Jahr liegt bei 80 Beiträgen; das ist ein Hinweis auf die Motivation innerhalb der Belegschaft einen konstruktiven Beitrag zu leisten. Diverse Belohnungsmodelle und das Schaffen einer entsprechenden Infrastruktur helfen Ihnen, diesen Wert nach oben zu drücken.

Mindestens dreiviertel aller Abteilungen des Unternehmens beteiligen sich aktiv mit Ideen, die das Unternehmen weiterbringen. Das Einbringen von Ideen darf keinesfalls nur auf die Produktion limitiert sein. Auch Controlling, Einkauf, Marketing, Vertrieb und natürlich F&E sollten sich maßgeblich am Vorankommen beteiligen.

Mindestens 5 Prozent Ihrer Mitarbeiter haben in den letzten zwei Wochen an einer Weiterbildung/Konferenz/Messe teilgenommen. Auf diese Weise stellen Sie sicher, dass auf allen Ebenen ständig neue Impulse in das Unternehmen einfließen. Diese Impulse führen automatisch zur Weiterentwicklung des Unternehmens.

Prozess:

Die Ideen bleiben nicht länger als 4 Wochen in der Schwebephase zwischen Go oder No-Go. Die Voraussetzung dafür ist, dass die Ideengeber ihre Ideen mit einem Mindestanspruch an Qualität beschreiben, der eine zügige Beurteilung erlaubt.

Das F&E-Budget entspricht mindestens 50% des Umsatzes der aus Produkten erwirtschaftet wurde, die jünger sind als 5 Jahre. Mit diesem Budget halten Sie Ihren Innovationsgrad konstant. Sobald Ihr Budget über den genannten Prozentsatz angehoben wird, können Sie langfristig zusätzliches Wachstum erwarten. Wir empfehlen eine Erhöhung um mindestens 5 Prozentpunkte, da internationaler Wettbewerb in den letzten Jahren dieses Verhältnis tendenziell erhöht hat.

Im Innovations-Prozess sind Stellvertreter aus mindestens 75% aller funktionalen Unternehmensbereiche involviert. Damit stellen Sie sicher, dass nur Projekte behandelt werden, die für verschiedene Aspekte des Unternehmens attraktiv sind.

Ergebnis:

Sie erwirtschaften mindestens 10 Prozent mit neuen Produkten. Wenn Sie in einer Forschungsintensiven Industrie tätig sind, kann dieser Durchschnitt bei bis zu 35 Prozent liegen. Sollten Sie unter diesen Werten liegen, dann ist es höchste Zeit zu investieren, solange der Spielraum dafür vorhanden ist.

Sie bringen mindestens alle 2 bis 3 Jahre ein neues Produkt oder einen neuen Service auf den Mark. Als neues Produkt bzw. neuer Service gelten auch Neuerungen, die einen echten und spürbaren Mehrwert für den Kunden darstellen. Es gibt Branchen bei denen der Wert höher oder niedriger liegt. Dennoch gibt das eine gute Orientierung, um von Kunden als attraktiver Anbieter wahrgenommen zu werden. Hier kommt es weniger auf technische Raffinessen an, sondern vielmehr auf greifbare Ergebnisse.

Die Kosten für neue Produkte sind im Vergleich zu den Vorgängern mindestens konstant geblieben. Innovationen sollten langfristig auf keinen Fall mehr kosten. Auch wenn der Kunde zu Beginn bereit ist einen höheren Preis zu zahlen, können am Ende die Produktionskosten den entscheidenden Ausschlag leisten.

Elektromobilität – Deutschland an der Spitze

Mit insgesamt 16 Serienmodellen mit Elektroantrieb werden deutsche Automobilhersteller Ende des Jahres so viele E-Fahrzeuge produzieren wie kein anderes Land. Nach dem aktuellen Electric-Vehicle-Index (EVI) von McKinsey ist es naheliegend, dass die Marktentwicklung hierzulande für die innovative Elektromobilität auf Platz 2 knapp hinter den USA liegt.

Besonders attraktiv und bereits heute wirtschaftlich sind dabei E-Autos in Fuhrparks und Fahrzeugflotten von Unternehmen.
Wir sehen das als klare Bestätigung weiterhin kräftig in innovative Elektromobilität und den Ausbau der benötigten Infrastruktur zu investieren.
Lesen Sie dazu mehr dazu in der aktuellen Meldung des Verbands der Automobilindustrie.

EFI Gutachten 2014

Das aktuelle Gutachten zu Forschung, Innovation und Technologischer Leistungsfähigkeit Deutschlands wurde von der Expertenkommission Forschung und Innovation vorgestellt.

Eine Zentrale Erkenntnis darin spielt der Aufholbedarf deutscher Unternehmen bei der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT)Die deutsche IKT-Branche hat sich im internationalen Vergleich bezüglich FuE-Investitionen sowie FuE-Intensität tendenziell abgekoppelt.

Eine  Schlüsselrolle habe die IKT durch die enge Verzahnung mit anderen industriellen Bereichen und damit eine deutliche Relevanz für die deutsche Volkswirtschaft.
Der besonderen Dynamik bei IKT-Innovitionen kann durch die enge Zusammenarbeit von IKT Anwendern und IKT Serviceanbietern und durch gemeinsame F&E Projekte Rechnung getragen werden.

 

gutachten_2014

4 Dimensionen einer Geschäftsmodell Innovation

Welches Unternehmen strebt nicht nach einer Innovation. Auch in unseren Projekten erleben wir immer den Wunsch ein begeisterndes neues Produkt zu entwickeln. Eine Fähigkeit die insbesondere deutsche Unternehmen auszeichnet und so zu Technologie getriebenen Innovationen führt.
Was aber machen Wettbewerber anders, die mit einem weniger ausgetüfteltem Produkt mindestens so erfolgreich sind? Sie schaffen nicht nur einen neues Produkt, sondern auch ein neues Geschäftsmodell dahinter. Denn zum Erfolg gehört im Idealfall nicht nur das neue Produkt, sondern auch eine neue Ertragsmechanik. Die meisten Unternehmen beachten bei einer Innovation die vier Fragen


1. Wer sind unsere Zielkunden,
2. Welches Produkt / Dienstleistung bieten wir an und
3. Wie realisieren wir unser Angebot?
4. Wie erzielen wir mit unserem neuen Produkt / Service (zusätzlichen) Gewinn?

 

Obwohl der finanzielle Hebel in der vierten Frage steckt, wird sie oft unterschätzt.
So trivial diese Frage ist, so schwierig ist es für Unternehmen oft diese von Grund auf zu hinterfragen. Das dies so ist, kann jeder bestätigen der sich irgendwann in ein neues Unternehmen eingearbeitet hat. Auf die Frage warum Dinge so und so gemacht werden, erhalten diese Neulinge von den eingesessenen Experten in der Regel die Antwort: „Das ist in dieser Branche so.“

Ist es wirklich so, dass Autos nur Tageweise vermietet werden können (Drive-Now)?
Ist es wirklich so, dass Menschen nur Kaffee kaufen und nicht das Erlebnis (Nespresso)?
Ist es wirklich so, dass man einen Buchladen benötigt um Bücher zu verkaufen (Amazon)?

Genau weil es so schwierig ist die eigene Branchenerfahrung zu hinterfragen, kommen die erfolgreichen Geschäftsmodell-Innovationen in den seltensten Fällen von den etablierten Playern am Markt.

Wenn Sie gegenüber den vier Fragen bzw. Dimensionen in allen Konsequenzen aufgeschlossen sind, dann stehen die Chancen zur Business Model Innovation schon mal nicht schlecht.

Sinn und Unsinn von Patenten

In unseren Projekten werden wir immer wieder mit der Frage konfrontiert: macht es Sinn diese Idee zu patentieren? Es gibt einige Gründe die für eine Patentierung sprechen, es gibt aber auch klare Gründe die dagegen sprechen. Zwei Beispiele sollen kurz mögliche Vorteile und Nachteil aufzweigen.
Das Patent von Coca Cola – Hätte Coca Cola 1831 das Rezept der süßen Limonade patentieren lassen, würde heute jeder die exakte Rezeptur kennen. Mit dem Einreichen des Patents muss die nämlich bekannt gegeben werden. Da Patente maximal 20 Jahre gelten, könnte ab dann jeder das geheime Rezept nachmachen. Doch Coca Cola hat die Rezeptur nicht patentieren lassen, sondern geheim gehalten. Und damit langfristig den Wettbewerbsvorteil.

Wie wichtig Patente für Unternehmen sind zeigen die Zahlen: Siemens hat im Jahr 2011 allein in Europa über 2000 Patente angemeldet. Dabei werden auch ein Teil der Patente für Lizensierungen verwendet oder etwa um zu verhindern, dass Patente vom Wettbewerber umgangen werden. Gerade das macht den deuten Automobilbauern gerade groß zu schaffen, denn ihre asiatischen Kollegen haben im Bereich der Elektromobilität schon viele mögliche Wege so abgesichert.

Zunächst ist ein Patent der reine Schutz einer Idee. Ob es diese Idee zu einer erfolgreichen Innovation schafft oder nicht, hat damit noch überhaupt nichts zu tun.

BMWi Studie: Hemmnisse für Innovation

Die am 21. November 2013 veröffentlichte Studie des BMWi bestätigt dem deutschen Mittelstand weiterhin große Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft.
Als Hemmnisse für neue Innovationen nennt die Studie:

    • die Finanzierung von ‎Innovationsaktivitäten jenseits von FuE,‎
    • den Arbeitsmarkt, d.h. ‎die Verfügbarkeit von geeignetem ‎Fachpersonal,‎
    • die Bürokratie und rechtliche Regelungen sowie
    • das Innovationsmanagements, d.h. die Ausgestaltung der internen Prozesse zur Entwicklung und Verwertung neuer Produkte und Verfahren.‎

Die Studie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie leitet aus diesen Hemmnissen Empfehlungen für die Politik ab.

Sennheiser will mit Design und Innovation punkten

Heute in der FAZ finden Sie ein interessantes Interview mit den beiden Brüdern Daniel und Andreas Sennheiser. Sie werden mit Design und Innovation weiter tolle Produkte anbieten und damit an der Hochpreisstrategie festhalten.

Innovation im 2 Jahres Takt

Dass regelmäßige Innovation auch ohne  gewaltiges Foschungsbudget möglich sind, zeigt das Tiroler Unternehmen Lindner. Das Unternehmen investiert 3-4 Prozent des Umsatzes in neue Produkte und liegt damit im Vergleich zu anderen eher im unteren Budgetbereich.

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Kill the Company

Heute möchten wir auf ein Buch aufmerksam machen: 12 Killer Tools für die Wiedergeburt eines Unternehmens von Lisa Bodell.
In ihrem Buch beschreibt die Chefin eines Beratungshauses aus NY, praktische Tips wie sie auf neue Ideen kommt. Ihr Ansatz dabei:
Mitarbeiter aus einem Unternehmen nachdenken lassen, wie das nächste große Produkt aussehen muss, um den Wettbewerber zu übertrumpfen. Bis dahin trivial. Ihr smarter Ansatz ist jedoch: „Denkt euer Arbeitgeber ist der Wettbewerber.“ Da niemand die eigenen Schwächen besser kennt als die eigenen Leute sprudeln qualifizierte Ideen. Viel Spaß dabei.

Tesla’s Superchargernetz

Die Bauarbeiten für das Tesla Supercharger Netz in Deutschland werden innerhalb des nächsten Monats auf deutschen Autobahnen beginnen. So werden ab November 2013 auf den Autobahnstrecken zwischen München Stuttgart, München Zürich und Köln und Frankfurt die in den USA schon erfolgreich getesteten Schnellladestationen installiert werden.
Bis März 2014 sollen 50 % vom deutschen Autobahnnetz mit Schnelladestationen abgedeckt sein. Bis Ende 2014 dann 100 %.
Die Solar-Ladestationen können innerhalb von 30 Minuten das Auto für weitere 300 km aufladen!

Liebe Ingenieure von BMW, Mercedes und Konsorten bitte nehmt das als Ansporn!

 
Tesla Supercharger Netz – Deutschland und Nachbarländer bis Ende 2014:
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Quelle: Tesla Motors GmbH

Lernen von Entwicklungsländern

Eine aktuelle Studie von BearingPoint zeigt dass Entwicklungsländer oft schneller und effizienter dabei sind Innovationen zu generieren. Ursache dafür sei, dass die Industrieländer vor allem auf etablierte Kundengruppen setzen. Mit diesem Fokus bleibt viel Wachstumspotenzial für die neuen, heute noch unterversorgten Kundengruppen ungenutzt. Obwohl Länder wie Deutschland deutlich mehr Ressourcen in F&E investieren, haben zum Beispiel Länder wie Kenia heute die Nase vorn vorne beim Thema Mobile Payment.

Besonders interessant an der Studie ist, dass sie Empfehlungen ausspricht was Industrienationen von Entwicklungsländern lernen können:

    • Keine Perfektion sondern eine frühe Marktreife anstreben,
    • Nutzen von bereits vorhandener Infrastruktur und Ressourcen,
    • Nicht die hohe Profitmarge macht den Gewinn, sondern der große Markt bedingt durch die Bevölkerungsgröße.

Innovation & Business Plan

Eng verbunden mit der Umsetzung von Ideen und dem Verwirklichen einer Innovation ist ein Business Plan. Sagt man und wird von Banken, Investoren, Unternehmen usw. gefordert. Alle Umsetzer und Innovationsmacher möchten wir auf eine attraktive Alternative aufmerksam machen:

Das Lean Canvas nach Ash Maurya oder auch Business Modell Canvas nach Alex Osterwalder.

Beides sind Modelle, die auf einer Din-A4 Seite die wichtigsten Informationen kommunizieren. Auf einem Blick wird dort das Wesentliche dargestellt und nicht Information auf viele Seiten verteilt. Es soll und kann den Business Plan nicht ersetzten, aber ist eine attraktive Erweiterung, um für sich selbst und andere das Wesentliche kurz und knapp darzustellen.

i3 Testbericht

Die schöne neue Welt ist da. Keine elektrischer Kompromiss mit laschen Fahreigenschaften, sondern ein spritziger BMW mit guter Kritik. Besonders die Dynamik überzeugt, wenn auch das Design gewöhnungsbedürftig ist. Wir sagen: Konsequent und alles Neue ist für die meisten Menschen erst mal gewöhnungsbedürftig.

Den kompletten Bericht finden Sie hier.

Autonomes Fahren in Japan

Nissan gewinnt erstmalig den CEATEC Innovation Award für autonomes Fahren. Kriterien für den Preis waren, wie sehr die neue Technologie dazu beiträgt Verkehrsunfälle zu vermeiden, den Verkehrsfluss zu optimieren und einen positiven Beitrag auf die Umwelt hat. Nissan konnte sich dabei insbesondere durch sein „Active Safety Shield“ durchsetzen, das in 360 Grad um das Auto überwacht und entsprechende Sicherheitsmaßnahmen ergreift.

IHK-Veranstaltung „Patentieren in China“

Die IHK-Veranstaltung „Patentieren in China“ informiert zu den Chancen und Risiken von Schutzrechtsaktivitäten.

Unternehmen mit Geschäftsinteressen in China ‎kommen an der Auseinandersetzung mit dem ‎chinesischen Patentsystem nicht mehr vorbei. ‎Chinesische Unternehmen gehen zunehmend dazu ‎über, Patente anzumelden und diese strategisch ‎gegen Wettbewerber einzusetzen. Wie gehen ‎deutsche Unternehmen damit um, welche Strategien ‎machen Sinn? Die IHK München lädt ein am Mittwoch, 16. Oktober 2013, 13:30-18:00 Uhr‎ in die IHK Akademie, Orleansstr. 10-12, München, Forum

Mehr informationen finden Sie hier.

Innovatoren an die Luft!?

Wo-Ideen-gedeihen

(Bildquelle: Michael Wieden, Liquid Work – Arbeiten 3.0)

Die meisten Ideen werden in der Freizeit geboren. Laut Prof. Dr. Urs Fueglistaller, Swiss Research Institute of Small Business and Entrepreneurship (KMU) sind das

  • 28% in der Natur
  • 14% zu Hause
  • 13% auf Reisen
  • 11% Auf Geschäftsreisen / Fahrt zur Arbeit
  • 10% auf langweiligen Meetings
  • 9% in der Freizeitsport, Verein, Club
  • 6 % in interessanten Meetings

Interessant ist dabei, dass mehr Ideen in langweiligen als in interessanten Meetings geboren werden!
Aber der Weg von der Idee zur Innovation ist immer noch ein weiter. Also besser den richtigen Rahmen mit den Kollegen schaffen und damit gleich auf umsetzungsstarke Ideen kommen. Denn: erfolgreiche Ideen haben selten einzelne, sondern meistens interdisziplinäre Teams!

 

Innovationsteams

Nur selten geschieht es, dass eine Innovation das Ergebnis von Einzelnen ist. In der Praxis ist es immer ein interdisziplinäres Team, das gemeinsam über einen Zeitraum eine Idee bis zur Innovation ausreifen lässt. Die Literatur führt Stereotypen auf, die in einem Innovationsteam auftreten können:

    1. Den beherzten Kapitän: Ein optimistischer Macher mit Visionen, der sein Team erfolgreich motiviert.
    2. Den inspirierenden Coach: Er fühlt sich dem Erfolg des Teams verpflichtet, steht im Hintergrund und stärkt seine Mannschaft. Kritik nimmt er dankbar auf.
    3. Den engstirnigen Bürokraten: Hat die wichtige Eigenschaft Detailverliebt zu sein, denn auch darauf kommt es an. Schlechte Kommunikation lassen ihn leider oft alleine dastehen.
    4. Den Couch-Schiedsrichter: Mit unrealistischen Erwartungen wirkt er mehr anstrengend als konstruktiv. Als Besserwisser wird er über lange Sicht deswegen wenig beachtet.
    5. Der hochmotivierte Forscher: Er ist mit vollem Herz bei der Sache und erzielt top Ergebnisse. Vor lauter Enthusiasmus verliert er manchmal den Blick für das Ganze.
    6. Den intellektuellen Einzelgänger: Er kennt die technischen Herausforderungen und findet gute Lösungen. Sein Blick für den Markt und das große Ganze ist immer sehr geschätzt.

Jeder der genannten Typen hat seine Stärken und Schwächen. Bei der Zusammensetzung eines Innovationsteam kommt es immer auf die richtige Mischung an, um das Projekt zum Erfolg zu steuern. Denn jeder kann im richtigen Team und an der richtigen Stelle produktiv und konstruktiv sein.

1/5 der Arbeitszeit für Innovation

Etwa 20 Prozent der Arbeitszeit widmen Mitarbeiter hochinnovativer Unternehmen der Entwicklung individueller Lösungen und eigener Projekte.

Denn mit der individuellen Zeiteinteilung übernehmen Mitarbeiter aller Hierarchieebenen Verantwortung und treffen eigene Entscheidungen.

Innovation Festival in Bozen

Noch die kommenden zwei Tage findet in Bozen das Innovation Festival statt unter dem Motto Weitblick: Berg, Gesellschaft Technologie. Mehr Informationen gibt es hier.

USA – Forscher wandern ab

Wie wichtig staatliche Unterstützungsprogramme für Innovationen sind, zeigt die aktuelle Entwicklung in den USA.

Die starken Einschnitte in das staatliche Forschungsbudget seit März diesen Jahres haben bereits einen von fünf Forschern dazu veranlasst, ins Ausland zu gehen, um Ihre Forschungen weiter treiben zu können. Das ist die Aussage  des Wirtschaftsmagiazins Forbes.

Schlimm an Sich ist nicht nur die Tatsache, sondern die damit verbundene Konsequenz: Die Innovationen kommen dann aus anderen Ländern. Und damit auch die das damit verbundene Wachstum bzw. Steuereinnahmen.

PwC: Mehr in Innovationen investieren

Eine aktuelle Studie von PwC bestätigt, dass deutsche Unternehmen zu wenig in Innovationen investieren. Auf lange Sicht bestehe Gefahr, dass diese Unternehmen ihren Spitzenplatz durch aktuelle Produktinnovationen nicht mehr halten können.

Interessant ist, dass sich deutsche Unternehmen vor allem auf technische Innovation konzentrieren. Das große und interessante Feld der Dienstleistungs- und Geschäftsfeld- Innovation wird größtenteils vernachlässigt.

Eine Zusammenfassung der Studie finden Sie hier.

iPhone 5c

Apple stellt das neue iPhone 5c vor: Leistungsfähiger, farbenfroher, wesentlicher und einfacher.

Für uns wirkt es wie die iPhone Kinder-Edition. Das neue iPhone 5c bestätigt eine Möglichkeit, die Unternehmen gerne mit Innovation verwechseln: Dinge in anderen Farben auf den Markt bringen ist eine Produkterweiterung aber keine Produktinnovation.

Ein kurzes Video dazu unter folgendem Link.

Google & die acht Säulen der Innovation

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Es wird niemand überraschen, dass Google definierte Säulen hat, um ständig innovativ sein zu können und zu bleiben.

Namentlich genannt werden:

    1. Eine Mission haben, die bewegt.
    2. Denke groß, aber starte klein.
    3. Strebe nach kontinuierlicher Innovation, nicht nach augenblicklicher Perfektion.
    4. Sei offen für Ideen aus jeder Ecke.
    5. Teile alles.
    6. Zünde mit Fantasie und füttere mit Daten.
    7. Sei eine Plattform.
    8. Scheite niemals um zu scheitern.

    Die einzelnen Erläuterungen finden sie auf der Google-Homepage.

EU Innovationsföderung

Die EU hat ein neues Programm „Horizon 2020“ zur Förderung von Innovation in Europa aufgelegt. Mit 80 Mrd. Euro werden bis 2020 entsprechende Innovations-Projekte unterstützt. Einen wichtige Rolle wird dabei das European Institute of Technology, kurz EIT spielen.

Die 25 innovativsten Unternehmen

Das amerikanische Business Magazin Forbes hat sich umgesehen und weltweit die 25 innovativsten Unternehmen gelistet.
Überraschender Weise ist kein Hersteller aus dem Automobilbau gelistet. Immerhin eine deutsche Firma hat es in die Liste geschafft: Beiersdorf.
Die Übersicht ist unter folgendem Link.

Cracking the code of Innovation

Die Zeitung Forbes hat die Ergebnisse aus einer Studie veröffentlicht. Die Quintessenz daraus ist, dass für Innovationen nicht nur gute Ideen notwendig sind, sondern auch das entsprechende Unternehmensumfeld. Dafür haben sie fünf Faktoren herauskristallisiert:

    • klare und spezifische Definition der Innovations-Strategie,
    • gelebte Unternehmens-Organisation für neue Produkte und Prozesse,
    • effiziente Prozesse für die Ideen Generierung und Umsetzung,
    • konsequentes Managen eines vielseitigen Innovations-Portfolios – mit angebrachtem Umfang, Komplexität und Geschwindigkeit,
    • effektives Skalieren neuer Geschäftsideen mit den richtigen (eigene Anmerkung: internen) Ressourcen.

     

    Auf dem Punkt gebracht heißt es dort: „Put good ideas in a bad company and they die.“

     

    Damit werden ein weiteres Mal unsere Erfahrungen im Innovationsmanagement bestätigt.

Bitte anschnallen!

Es ist nicht lange her, da kannte man Elektroautos nur vom Golfrasen. Die ersten Elektroautos kommen jetzt auf die Straße und machen eine klare Ansage: Der Detroit Electric SP:01 schnupft in 3,7 Sekunden die 100 km/h Marke und erreicht fast 250 km/h Spitzengeschwindigkeit.

BASF gewinnt Preis für Leichtbaumaterial

Wie wichtig das Thema Leichtbau für Produktinnovation in der Automobil-Industrie ist, zeigt eine aktuelle Preisverleihung. Der Altair Enlighten Award geht an BASF für ein thermoplastisches Verbundmaterial, das den Bau von leichten Sitzen ermöglicht. Das besondere an dem Preis ist, dass er sich explizit dem Thema Leichtbau widmet.

Tesla plant Lade-Infrastruktur

Tesla hat mit dem aktuellen Model S ordentlich vorgelegt. Das Unternehmen plant in Zukunft nicht wie heute nur teure und exklusive Elektro-Fahrzeuge zu produzieren, sondern auf lange Sicht auch preiswerte. Dafür ist eine entsprechende Lade-Infrastruktur notwendig. Das hat Tesla erkannt und investiert nicht nur in den USA in konkrete Maßnahmen. Sogar Kooperationen in Deutschland sind geplant.

Fliegendes Elektro-Auto

Die Elektromobilität beflügelt offensichtlich nicht nur professionelle Autobauer sondern auch Bastler. Während sich die einen auf dem Boden um das beste Konzept bemühen, steigen andere in die Luft: Das erste flugfähige Elektroauto wird präsentiert von Terrafugia. Das Unternehmen will sogar einen Streckenrekord aufstellen: 600km rein elektrisch.

Fehlende Apple Innovation

Die Stimmen werden auch beim Aufsichtsrat von Apple lauter, dass Innovationen seit Tim Cook ausbleiben.  Die letzten iPhones sind gute Produkte, aber mit Sicherheit keine Innovationen. Es wird also immer dringlicher, dass Apple mit der iWatch auf den Markt kommt. Wie und wann bleibt offen. Wir hoffen nicht bis Weihnachten warten zu müssen.

 

Elektromobilität – Nachhaltigkeit mit Vorsicht

Der Elektromobilität gehört die Zukunft. Jeder der einmal ein voll elektrisches Fahrzeug gefahren ist, wird bestätigen: Es ist das unvergleichliche Fahrgefühl, das sich aus einer bestechenden Beschleunigung mit einer enormen Ruhe entfaltet.

Wichtig bei der umweltfreundlichen Alternative zur individuellen Mobilität ist der Blick für das Gesamte: Ja, es wird kein fossiler Brennstoff im Tank verbrannt. Aber auch die Energie aus der Batterie muss von irgendwo her kommen. Im Idealfall aus regenerativen Quellen. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der benötigte Energieaufwand pro Kilometer. BMW fährt hier mit dem i3 einen smarten Ansatz: Das leichte Gewicht des Fahrzeugs benötigt wenig Energie um es nach vorne zu katapultieren. Anders Tesla: Das sehr hohe Gewicht des Fahrzeugs sogt zugegebenermaßen für günstige Fahreigenschaften durch den tiefen Schwerpunkt. Aber das hohe Gewicht muss erst mal in Bewegung gebracht werden. Im Vergleich zum BMW benötigt Tesla zum Fahren deutlich mehr Energie durch das hohe Gewicht.

 

Automotive – BMW i3

Mit der am Montag offiziellen Vorstellung des i3 hat BMW einen Meilenstein gelegt. Nicht nur für sich als Unternehmen selbst, sondern für die gesamte Branche. Was ein Kommentator etwas überspitzt formuliert stimmt in den Grundzügen: Das Auto hat mit einer Kutsche begonnen, in die ein Motor integriert wurde. – Für den i3 wurde um den Elektromotor herum ein völlig neues Fahrzeugkonzept geschaffen.

Zwar ist das kalifornische Unternehmen Tesla seit einigen Jahren erfolgreich am Markt, aber BMW ist mit dem i3 der erste große konventionelle Hersteller, der ein komplett Batterie getriebenes Fahrzeug auf den Markt bringt. Also keinen Hybrid aus Verbrennungsmotor und Batterie, sondern 100% elektrisch.

Toyota hat heute unter anderem mit dem Model Prius einen Marktanteil von ca. 80% am Hybrid Anteil. Wir dürfen gespannt sein, wie der Markt auf den i3 reagiert.

Drahtloses Aufladen von E-Fahrzeugen

Drahtloses Aufladen der Batterien von Elektrofahrzeugen wird in immer mehr Studien bestätigt. Die Untersuchungen beschränken dabei nicht nur auf induktive Parkplätze sondern untersuchen vor allem gezielt das Laden während der Fahrt.

Das Ergebnis einer Machbarkeitsstudie der belgischen Initiative „Flanders’ DRIVE“ vom 26. Juni 2013 finden Sie hier. Es folgt eine kurze Zusammenfassung zum Ergebnis der Machbarkeitsstudie:

Das drahtlose Laden elektrischer Fahrzeuge per Induktion ist fest ebenso effizient möglich wie das Laden mit Kabel. Beteiligt an der Studie waren neun Unternehmen:

Das induktive System zum drahtlosen Laden von elektrischen Fahrzeugen besteht aus 2 Teilen: Ein Teil befindet sich auf der Unterseite des Fahrzeugs. Der andere Teil  auf der Fahrbahndecke oder im Boden einer Ladestelle. Wenn beide Teile übereinander liegen, wird das Fahrzeug drahtlos aufgeladen.

Untersucht wurden zwei induktive Ladesysteme: eines, das ein elektrisches Auto in sieben Stunden auflädt sowie ein Schnelladesystem, das in einer Stunde auflädt. Auch das Laden von Bussen im Stand und in Fahrt war Gegenstand der Untersuchung. Beide Anwendungen funktionieren effizient, sowohl bei einer Fahrbahndecke aus Beton als auch aus Asphalt.

 

 

Trend Teilen&Tauschen: Chancen für Produkte und Services

Genossenschaften und Maschinenringe haben es vorgemacht: es kann wirtschaftlich besser sein, Ressourcen wie teuere Maschinen zu tauschen und zu teilen. Immer mehr entwickelt sich diese Einstellung zu einem ernsthaften Trend und damit auch zu einer neuen Richtung für die Ökonomie. Der Sharing Economy. Denn dort wo Produkte wie zum Beispiel Autos, Wohnungen, Bücher etc. getauscht werden, wird zwangsläufig weniger konsumiert. Chance oder Risiko?

Dinge, die getauscht werden, werden zwangsläufig mehr benutzt. Das Auto des Deutschen beispielsweise wird im Durchschnitt am Tag nicht mehr als 2 Stunden bewegt. Car sharing Modelle hingegen haben schnell eine tägliche Auslastung von über 10 Stunden. Also fünf mal so viel! Die Produkte müssen langlebiger und wartungsfreundlicher sein. Werden im ersten Augenblick weniger Fahrzeuge verkauft, da immer mehr Menschen auf quasi „öffentlichen“ Individualverkehr zurückgreifen, wird der Service zu den Produkten eine deutlich stärkere Rolle spielen. Zudem wird sich durch die intensivere Nutzung logischerweise der Erneuerungszyklus der geteilten Produkte verkürzen.

Wir sehen die Chance!

Denn Unternehmen,

    • die durch entsprechendes Service Angebot anbieten können sich attraktiver gestalten,
    • die qualitativ hochwertige Produkte haben, bieten den Kunden Zuverlässigkeit,
    • die mit Ihren Innovationen begeistern und den Kunden nicht überfordern haben den entscheidenden Vorsprung.

     

    Lesen Sie mehr zum Geschäftsmodell Sharing im Lionblog.

     

     

Woher die guten Ideen kommen

In seinem Artikel beschreibt der Autor Steven Johnson wunderbar die Treiber von Innovationen aus einer historischen Perspektive heraus und gibt am Ende eine einfache sowie wertvolle Empfehlung.

Text von Steven Johnson aus der Print-Ausgabe von „Die Presse“ vom 27. April 2013.

Frugal Innovation – Mangel macht erfinderisch

Simpel versus Hightech

Die besten Produkte müssen nicht zwangsläufig die komplexesten sein. Das zeigt Frugal Innovation, der insbesondere durch Schwellenländer gerieben wird. Länder wie Indien bringen mit geringerem Aufwand Produkte auf den Markt die zwar deutlich simpler gehalten sind, aber technisch gleichwertige Lösungen bieten. So machen die Ingenieure in Ländern mit knappen Ressourcen oft aus weniger mehr und schlagen mit pfiffigen Ideen oft Hightech-Ingenieurskunst aus Europa oder den USA.

Beispiel
Ein besonders schönes Beispiel dafür ist in dem Buch Jugaad Innovation genannt: Der CEO Carlos Gosh von Reanult-Nissan gab drei Teams ein und die selbe Aufgabe. Die teams bestanden aus Ingenieuren mit vergleichbaren Fähigkeiten und Ressourcen; nur der jeweilige Aufenthaltsort des Teams war ein anderer: So saß ein Team in Frankreich, eines in Japan und eines in Indien. Nach der vorgegebenen Zeit konnten alle Teams gleichwertige technische Lösungen bieten. Mit einem Unterschied: Die Lösung des indischen Teams kostete nur ein Fünftel.

Innovationen aus Deutschland international hoch im Kurs

Die Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) bestätigt in einem Gutachten der deutschen Forschungs- und Innovationspolitik ein gutes Zeugnis und spricht von wichtigen Erfolgen, die Deutschland „international Anerkennung verschafft haben“. Gelobt wurde der Blick auf langfristige Investitionen, die sich nun rechnen. Der Standort Deutschland wird durch seinen Innovations- und Wachstumskurs weiterhin gestärkt.

Weitere Details aus dem Bericht finden Sie bitte unter folgendem Link: Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI).

Blockaden für Innovationen

Nach Innovation zu streben ist wichtig. Deshalb müssen nicht nur die Möglichkeiten bekannt sein, sondern auch die Gründe, an denen gute Ideen und damit mögliche Innovationen scheitern. Diese Gründe sind beinahe kalkulierbar werden im Folgenden kurz skizziert.

Innovationen müssen zu den Unternehmenszielen und der Unternehmensstrategie passen. Den Mitarbeitern sollte bekannt sein, welche Ideenrichtung zur Erreichung der Unternehmensziele beitragen und müssen auch motiviert sein, daran mitzuwirken. Leider scheuen sich viele Manager in Unternehmen entsprechende Initiativen zu starten. Denn aus ihrer Wahrnehmung ist Innovation eng verbunden mit Erfolgsrisiko, das als beruflicher Rückschlag interpretiert wird. Dazu kommt, dass Investitionen in Innovationen erst langfristig zur Ergebnisverbesserung beitragen. Aus Sicht der Manager sind das folgerichtige und logische Rückschlüsse gegen Innovations-Initiativen, da ihr Erfolg heute klassischer Weise nach Effizienz bemessen wird, aber nicht nach Effektivität.

Ein weiterer Grund ist die interne Unternehmensorganisation und -Struktur. Einzelne Abteilungen und funktional angeordnete Bereiche konzentrieren sich bei Ideen tendenziell auf Ihren Wirkungskreis. In kleinen Inseln wird dann über Verbesserungen und Wachstumspotentiale nachgedacht, aber der Blick für das Ganze wird vernachlässigt. Zudem besteht eine gewisse Abneigung gegenüber Veränderung der etablierten Prozesse und Strukturen. Der Mensch hält gerne an Gewohnheiten fest und ist tendentiell auch konstruktiven Veränderungen, die ihn direkt betreffen abgeneigt.

Wo gearbeitet wird, fallen auch Späne – und werden auch Fehler gemacht. Eine Unternehmenskultur muss es zulassen, Fehler machen zu dürfen. Der konstruktive Umgang mit Fehlern seitens des Umfeldes und des Verursachers erlaubt einen gegenseitigen Lernprozess. Dieser Lernprozess ist unverzichtbar, wenn sich ein Unternehmen weiterentwickeln möchte und seinen Kunden erfolgreiche Produkte, innovative Prozesse oder attraktive Dienstleistungen anbieten will.

Im Hintergrund müssen die Prozesse im Unternehmen Abläufe und Verfahren abbilden, um Innovationen voranzutreiben. Ein großer Bestandteil ist dabei die Kommunikation nicht nur innerhalb des Unternehmens, sondern auch nach außen, zu Kunden und Lieferanten. Auch timing spielt eine große Rolle: Das frühzeitige Einbindung derer die eine Innovation umsetzen sollen, genauso wie das geduldige Einbinden von Endkunden. Unternehmen sollten es vermeiden, Ihre Kunden zu früh heiß zu machen, und die Innovation verspätet etwas auf dem Markt bringen. Das kann zu Enttäuschung und Ärger führen.

Innovation ist people business. Ein weiterer Grund für das Scheitern von Innovationen können schlicht und ergreifend die eigenen Mitarbeiter sein. Haben sie Angst eigene Kompetenz oder gar den Job zu verlieren, werden sie jede Innovation blockieren. Das gilt für Produktinnovationen ebenso wie für Prozessinnovationen. Aber nicht nur Angst kann eine Ursache sein. Schlicht und ergreifend kann es die Bequemlichkeit sein, aus dem Tagesgeschäft abzuweichen.

Geschäftsmodelle – von der Eigentums- zur Kollaborations-Gesellschaft

Das Magazin der Daimler AG „Technicity„hat es auf den Punkt gebracht: Die Smartphones ermöglichen den Übergang von einer Wirtschaft und Gesellschaft, in der Eigentum im Mittelpunkt steht, zu einem Modell, das Kollaboration und gemeinsame Nutzung von Gütern und Dienstleistungen prägen.
Sehr gut kann die Bestätigung dazu in Deutschland nicht nur in Städten wie München gefunden werden. Car-Sharing ist ein Geschäftsmodell aus dem Jahr 1988, dass durch Smartphones erst in den letzten zwei Jahren richtig zum Leben erweckt worden ist. Ein privates Fahrzeug wird im Durchschnitt 22 Stunden am Tag nicht benutzt und durchschnittlich nur 39 km am Tag bewegt. Den Rest der Zeit kostet es Versicherungsbeiträge und verrostet. Modelle wie DriveNow von BMW oder car2go von Daimler sind genau deshalb seit der Gründung 2011 so erfolgreich: Sie bieten ein Fahrzeug, das zeitlich und örtliche frei verfügbar ist und nur dann kostet, wenn es gebraucht wird.
Ähnliches Phänomen ist das organisierte Teilen von Fahrrädern, Büchern, Ferienwohnungen, Kinderbetreuung, Büros, Haushaltswerkzeugen etc. Weitere Informationen unter http://www.shareable.net.
Das Beispiel DriveNow zeigt sehr schön: Wer wachsam ist kann sich durch Kollaboration neue erfolgreiche Geschäftsmodelle erschließen. Übrigens ist DriveNow selbst eine Kooperation zwischen BMW und Sixt.
Wer an der Eigentumsgesellschaft festhält verliert unter Umständen den Anschluß.