Geschäftsmodelle Archives - Lion Innovation GmbH

Servitization

Viele produzierende Unternehmen schlagen einen neuen Weg ein: Den der Servitization. Die Motivation zur Servitization ist naheliegend. Es geht darum auf den Kunden mit einem umfassenden Servicepaket besser einzugehen, Lösungen anzubieten um sich vom Wettbewerb zu differenzieren und zusätzlichen Umsatz zu generieren.

Auf den Kunden wird nicht mehr einfach nur ein Produkt verkauft. Es wird eine Beziehung aufgebaut um eine adequate Lösung zu seinem Bedürfnis zu schaffen. Der geschaffene Wert ist damit weniger das greifbare Produkt, sondern der unfassbare Service.
Servitization

4 Dimensionen einer Geschäftsmodell Innovation

Welches Unternehmen strebt nicht nach einer Innovation. Auch in unseren Projekten erleben wir immer den Wunsch ein begeisterndes neues Produkt zu entwickeln. Eine Fähigkeit die insbesondere deutsche Unternehmen auszeichnet und so zu Technologie getriebenen Innovationen führt.
Was aber machen Wettbewerber anders, die mit einem weniger ausgetüfteltem Produkt mindestens so erfolgreich sind? Sie schaffen nicht nur einen neues Produkt, sondern auch ein neues Geschäftsmodell dahinter. Denn zum Erfolg gehört im Idealfall nicht nur das neue Produkt, sondern auch eine neue Ertragsmechanik. Die meisten Unternehmen beachten bei einer Innovation die vier Fragen


1. Wer sind unsere Zielkunden,
2. Welches Produkt / Dienstleistung bieten wir an und
3. Wie realisieren wir unser Angebot?
4. Wie erzielen wir mit unserem neuen Produkt / Service (zusätzlichen) Gewinn?

 

Obwohl der finanzielle Hebel in der vierten Frage steckt, wird sie oft unterschätzt.
So trivial diese Frage ist, so schwierig ist es für Unternehmen oft diese von Grund auf zu hinterfragen. Das dies so ist, kann jeder bestätigen der sich irgendwann in ein neues Unternehmen eingearbeitet hat. Auf die Frage warum Dinge so und so gemacht werden, erhalten diese Neulinge von den eingesessenen Experten in der Regel die Antwort: „Das ist in dieser Branche so.“

Ist es wirklich so, dass Autos nur Tageweise vermietet werden können (Drive-Now)?
Ist es wirklich so, dass Menschen nur Kaffee kaufen und nicht das Erlebnis (Nespresso)?
Ist es wirklich so, dass man einen Buchladen benötigt um Bücher zu verkaufen (Amazon)?

Genau weil es so schwierig ist die eigene Branchenerfahrung zu hinterfragen, kommen die erfolgreichen Geschäftsmodell-Innovationen in den seltensten Fällen von den etablierten Playern am Markt.

Wenn Sie gegenüber den vier Fragen bzw. Dimensionen in allen Konsequenzen aufgeschlossen sind, dann stehen die Chancen zur Business Model Innovation schon mal nicht schlecht.

Geschäftsmodelle – von der Eigentums- zur Kollaborations-Gesellschaft

Das Magazin der Daimler AG „Technicity„hat es auf den Punkt gebracht: Die Smartphones ermöglichen den Übergang von einer Wirtschaft und Gesellschaft, in der Eigentum im Mittelpunkt steht, zu einem Modell, das Kollaboration und gemeinsame Nutzung von Gütern und Dienstleistungen prägen.
Sehr gut kann die Bestätigung dazu in Deutschland nicht nur in Städten wie München gefunden werden. Car-Sharing ist ein Geschäftsmodell aus dem Jahr 1988, dass durch Smartphones erst in den letzten zwei Jahren richtig zum Leben erweckt worden ist. Ein privates Fahrzeug wird im Durchschnitt 22 Stunden am Tag nicht benutzt und durchschnittlich nur 39 km am Tag bewegt. Den Rest der Zeit kostet es Versicherungsbeiträge und verrostet. Modelle wie DriveNow von BMW oder car2go von Daimler sind genau deshalb seit der Gründung 2011 so erfolgreich: Sie bieten ein Fahrzeug, das zeitlich und örtliche frei verfügbar ist und nur dann kostet, wenn es gebraucht wird.
Ähnliches Phänomen ist das organisierte Teilen von Fahrrädern, Büchern, Ferienwohnungen, Kinderbetreuung, Büros, Haushaltswerkzeugen etc. Weitere Informationen unter http://www.shareable.net.
Das Beispiel DriveNow zeigt sehr schön: Wer wachsam ist kann sich durch Kollaboration neue erfolgreiche Geschäftsmodelle erschließen. Übrigens ist DriveNow selbst eine Kooperation zwischen BMW und Sixt.
Wer an der Eigentumsgesellschaft festhält verliert unter Umständen den Anschluß.