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Effizienz versus Kreativität

In jeder Firma besteht das Dilemma im Innovations-Management: Die Organisation erfordert ein effizientes Tagesgeschäft mit stabilen Routinen, die in der Regel durch standardisierte und kontrollierte Abläufe sicher gestellt werden. Effizienz erfordert klar definierte Prozesse und ein hohes Maß an Kontrolle. Prozesse werden immer weiter entwickelt und bis zum Letzten optimiert, bis es für Wettbewerber immer schwieriger wird mitzuhalten. Die Optimierungen nehmen immer mehr Handlungsräume und bringt das Unternehmen in ein Dilemma: Die Entwicklung neuer Produkte und Services wird schwieriger. Kreativität benötigt Freiräume, die in der Regel durch eine unabhängige, flexible und lockere Umgebung geschaffen werden.

Der Bankensektor beispielsweise hat die effiziente Bearbeitung von Millionen von Transaktionen perfektioniert. Ebenso Supermärkte, die sich darauf spezialisiert haben eine unglaubliche Vielfalt an Waren den Kunden zu bieten und dafür unzählige LKWs von den Distributionszentren bis zu Ihren Filialen fahren. Lange war der Fokus auf Effizienz und keine Zeit für Kreativität. Dieses Versäumnis merken die beiden Branchen aktuell. Bis vor kurzem unbekannte Wettbewerber wie ApplePay oder Allyouneed.com sind auf dem Markt aufgetaucht, die mit kreativen Angeboten sich die Märkte zunehmend streitig machen.

Um solche Situationen zu vermeiden wird diesem Dilemma die Trennung von Produktion und R&D entgegengesetzt: So wird ein Gleichgewicht geschaffen zwischen dem effizienten Bedienen bestehender Märkte und dem innovativen Bedienen zukünftiger Märkte. Damit kommen aus dem operativen Geschäft inkrementelle Innovationen, die zur stetigen Optimierung beitragen. Aus dem R&D dahingegen kommen Innovationen, die radikaler sind und eher das bestehende hinterfragen bzw. neue Potentiale aufgreifen.

Darin besteht für eine Organisation die Kunst: Beides zu bewerkstelligen. Zunehmend schaffen Unternehmen diesen Spagat, müssen sich aber immer wieder zwingen das beizubehalten. Um das Dilemma zu adressieren, sollten Unternehmen die kreative Seite weiterhin stärker vom operativen Geschäft trennen.

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