Blog Amazing things that
bring positive results

Messwerte zur Innovations-Fähigkeit

In einem aktuellen Projekt haben wir wieder gesehen, wie wichtig es ist, die Innovations-Fähigkeit eines Unternehmens zu messen. Prinzipiell beziehen sich die Messwerte zur Innovations-Fähigkeit auf drei Kategorien: Mitarbeiter, Prozess und Ergebnis. Unten finden Sie durchschnittliche Messwerte, die Ihnen als Vergleichswert dienen können. Die aufgeführten Punkte sind nur ein Teil der möglichen Messwerte. Für jedes Unternehmen ist es entscheidend, für sich die richtigen Messwerte zu identifizieren.

Mitarbeiter:

Die Anzahl der Verbesserungsvorschläge auf 100 Mitarbeiter pro Jahr liegt bei 80 Beiträgen; das ist ein Hinweis auf die Motivation innerhalb der Belegschaft einen konstruktiven Beitrag zu leisten. Diverse Belohnungsmodelle und das Schaffen einer entsprechenden Infrastruktur helfen Ihnen, diesen Wert nach oben zu drücken.

Mindestens dreiviertel aller Abteilungen des Unternehmens beteiligen sich aktiv mit Ideen, die das Unternehmen weiterbringen. Das Einbringen von Ideen darf keinesfalls nur auf die Produktion limitiert sein. Auch Controlling, Einkauf, Marketing, Vertrieb und natürlich F&E sollten sich maßgeblich am Vorankommen beteiligen.

Mindestens 5 Prozent Ihrer Mitarbeiter haben in den letzten zwei Wochen an einer Weiterbildung/Konferenz/Messe teilgenommen. Auf diese Weise stellen Sie sicher, dass auf allen Ebenen ständig neue Impulse in das Unternehmen einfließen. Diese Impulse führen automatisch zur Weiterentwicklung des Unternehmens.

Prozess:

Die Ideen bleiben nicht länger als 4 Wochen in der Schwebephase zwischen Go oder No-Go. Die Voraussetzung dafür ist, dass die Ideengeber ihre Ideen mit einem Mindestanspruch an Qualität beschreiben, der eine zügige Beurteilung erlaubt.

Das F&E-Budget entspricht mindestens 50% des Umsatzes der aus Produkten erwirtschaftet wurde, die jünger sind als 5 Jahre. Mit diesem Budget halten Sie Ihren Innovationsgrad konstant. Sobald Ihr Budget über den genannten Prozentsatz angehoben wird, können Sie langfristig zusätzliches Wachstum erwarten. Wir empfehlen eine Erhöhung um mindestens 5 Prozentpunkte, da internationaler Wettbewerb in den letzten Jahren dieses Verhältnis tendenziell erhöht hat.

Im Innovations-Prozess sind Stellvertreter aus mindestens 75% aller funktionalen Unternehmensbereiche involviert. Damit stellen Sie sicher, dass nur Projekte behandelt werden, die für verschiedene Aspekte des Unternehmens attraktiv sind.

Ergebnis:

Sie erwirtschaften mindestens 10 Prozent mit neuen Produkten. Wenn Sie in einer Forschungsintensiven Industrie tätig sind, kann dieser Durchschnitt bei bis zu 35 Prozent liegen. Sollten Sie unter diesen Werten liegen, dann ist es höchste Zeit zu investieren, solange der Spielraum dafür vorhanden ist.

Sie bringen mindestens alle 2 bis 3 Jahre ein neues Produkt oder einen neuen Service auf den Mark. Als neues Produkt bzw. neuer Service gelten auch Neuerungen, die einen echten und spürbaren Mehrwert für den Kunden darstellen. Es gibt Branchen bei denen der Wert höher oder niedriger liegt. Dennoch gibt das eine gute Orientierung, um von Kunden als attraktiver Anbieter wahrgenommen zu werden. Hier kommt es weniger auf technische Raffinessen an, sondern vielmehr auf greifbare Ergebnisse.

Die Kosten für neue Produkte sind im Vergleich zu den Vorgängern mindestens konstant geblieben. Innovationen sollten langfristig auf keinen Fall mehr kosten. Auch wenn der Kunde zu Beginn bereit ist einen höheren Preis zu zahlen, können am Ende die Produktionskosten den entscheidenden Ausschlag leisten.

Comments (0)