Methodik SIT Systematic Inventive Thinking

SIT – Systematic Inventive Thinking ist eine Ideenfindungs-Methode, die in den 1990ern  entwickelt wurde. Sie gilt als Weiterentwicklung der von Professor Genrich Altshuller entwickelten TRIZ-Methode.

SIT ist ein praktischer Ansatz für Kreativität, Innovation und Problemlösung und gilt als etablierte Methodik für Innovation. Altshuller erkannte, dass sich hinter Problemen gemeinsame Muster verbergen. Mit der Kenntnis über diese Muster formulierte er die systematische Herangehensweise TRIZ um Probleme innovativ zu lösen. SIT geht hier einen Schritt weiter: Mit der Methodik können fünf Werkzeuge gezielt angewendet werden, um Produkt-, Service- und Problem-Innovationen zu erzeugen.

INside the box
Das Buch „Inside the box“ von Drew Boyd und Jacob Goldenberg empfiehlt sich für alle, die spaß und Interesse an SIT haben.

Stärken von SIT

  • Die Ideen sind radikal
  • Die Ideen durchlaufen sehr früh einen Realitätscheck
  • Die Ideen haben eine hohe Umsetzungswahrscheinlichkeit
  • Die Methodik kann relativ unkompliziert angewendet werden
  • Die Methodik ist systematisch

Anwendungsbeispiele

Prozesse/Services

Service Car
Mit Systematic Inventive Thinking werden beispielsweise Management- und Fertigungsprozesse, chemische Abläufe oder Dienstleistungen systematisch hinterfragt und direkt neue Potentiale identifiziert.

Produkte

Produkt Kamera
Ob einfache oder komplexe Produkte – für die Methode spielt es keine Rolle. Vom Filzstift über Jogurt bis zum Elektrofahrzeug greift die Systematik hervorragend und führt zu neuen und überraschenden Ergebnissen.

Probleme

Problem
Auch Experten können an Ihre Grenzen stoßen, wenn eine Herausforderung scheinbar nicht gelöst werden kann. Systematic Inventive Thinking geht dem Problem in diesem Fall auf den Grund und leitet daraus smarte Lösungen ab.

Geschäftsmodelle

Geschäftsmodell1
„Das war schon immer so“ hat auch einen Lifecycle. Irgendwann muss das Geschäftsmodell überdacht werden. So radikal die Veränderungen sein können, so attraktiv kann das neue Business sein.

Die SIT Innovation-Werkzeuge

Unten finden Sie eine kurze Beschreibung der Werkzeuge. Probieren Sie diese einfach aus. Sie werden sehen, es funktioniert. Bei Fragen rufen Sie uns gerne an.

Subtraction

Subtraction ist eines der mächtigsten Werkzeuge. Lassen Sie weg, was weh tut. Das macht keinen Sinn? Im ersten Augenblick nicht, aber Sie werden überraschender Weise zahlreiche Vorteile finden. Und Sie werden feststellen, dass es eigentlich gar nicht so schwierig sein wird diese Vorteile in Wirklichkeit zu umzusetzen.

Multiplication

Nehmen Sie einen Bestandteil und vervielfältigen Sie ihn. Wichtig dabei ist: Eine einfache Kopie ist nicht zulässig; die zusätzlichen Komponente müssen in irgendeiner Art und Weise anders sein. Entscheiden Sie sich, wie sich diese Komponente(n) unterscheiden und integrieren Sie diese ins System. Welche Chancen ergeben sich daraus?

Task Unification

Auf deutsch wäre die passendste Übersetzung „Zweckentfremdung“. Und doch ist es mehr als das: Welche Komponente kann welche Aufgaben übernehmen? Oder gibt es irgendwo eine Möglichkeit eine wichtige Funktionalität elegant in das System zu integrieren. Für beides gilt: Einfachheit zählt; komplexe und unrealistische Ansätze fallen hier raus.

Attribute Dependency

Dieses Innovationswerkzeug hinterfragt Zusammenhänge. Was passiert wenn selbstverständliche Verbindungen aufgelöst werden? Was passiert, wenn etwas verknüpfe das nicht zusammengehört? Sie erzeugen Situationen, die Sie so noch nicht gesehen haben und werden sich wundern welche Chancen sich daraus ergeben.

Division

Kann etwas geteilt werden? Und was passiert, wenn Sie diese Teilungen getrennt lassen oder sogar in einer „falschen“ Reihenfolge wieder zusammensetzen? Wenn Sie die Augen auf machen, werden Sie dieses Muster bzw. Werkzeug überall wieder finden. Im Supermarkt, im Auto, in der Raumfahrt, zu Hause und in der Natur.